die person hinter kleosvic.
es begann mit einem kleinen programm in batch. es hieß dan. dan erschien auf dem bildschirm, zeigte ein paar optionen und wenn man 1 drückte, öffnete sich das entsprechende programm. es war rudimentär, aber es war das erste mal, dass der computer etwas tat, das existierte, weil ich es mir vorgestellt hatte.
dieses muster würde sich über jahre wiederholen. wenn etwas nicht existierte, war der instinkt, es zu versuchen zu bauen.
dan
ein batch-starter. ein haufen optionen auf einem bildschirm. das erste, das existierte, weil ich es wollte.
gamedev
die motivation war einfach: ich spielte gerne und wollte die art von spielen machen, die ich selbst spielen wollte.
mathora
ich mochte mathematik und wollte ein spiel bauen, das das lernen spaßiger macht. es wurde zu groß für eine person, aber es war das erste mal, dass ich mich mit einem echten produkt auseinandersetzte — webseiten, https, seo, infrastruktur.
elcafé
ich hatte newsletters wie morning brew gesehen und ein loch in spanisch wahrgenommen. ich wollte etwas schaffen, das ich selbst hätte lesen wollen. es erreichte etwa 30 abonnenten, bevor es ins stocken geriet. es lehrte mich über seo, beständigkeit, teams und die tatsächlichen kosten der aufrechterhaltung eines produkts.
eine weile lang war der ansatz: finde eine idee mit markt und verwandle sie in ein projekt. mit der zeit reichte das nicht mehr.
der wandel war nicht technisch. es war eine andere frage. anstatt zu fragen, was funktionieren könnte, fing ich an zu fragen: würde ich das nutzen? dieses muster war schon vorher da — spiele, die ich spielen wollte, mathora weil ich anders lernen wollte, elcafé weil ich diese newsletter auf spanisch wollte. kleos ist die bewusste fortsetzung dieses muster.
„würde ich das nutzen?“
diese frage ist nun der ausgangspunkt für alles. nicht ob es einen markt gibt, nicht ob es wachsen könnte, sondern ob es etwas ist, das ich selbst existieren sehen wollte. es ist ein einfaches kriterium, aber es verändert, was gebaut wird und warum.
es gibt das gefühl, dass ein teil der technologie etwas verloren hat. die technologie, die mich anspricht, ist einfach, neugierig, experimentell, direkt — gemacht, weil jemand es machen wollte. es gibt zu viel software, die um abonnements, künstlich gesperrte funktionen und erfahrungen herum gebaut wird, die um das geschäftsmodell herum designt sind, nicht um das produkt.
der benutzer sollte nicht künstlich limitiert werden, nur weil er keine wiederkehrende gebühr zahlt. wenn es eine premium-stufe gibt, sollte sie echten wert hinzufügen, nicht einfach dem produkt fähigkeiten wegnehmen.
für sich selbst zu bauen bedeutet, das problem tiefgreifend zu verstehen — weil man der benutzer ist. aber es kann auch dazu führen, dass man annimmt, das, was man selbst will, sei es, was alle wollen.
ich baute viel gerniger, als ich marketing mache. das hat dazu geführt, dass viele projekte gebaut werden, aber nie ganz zu den menschen kommen, für die sie gemacht wurden. daran arbeite ich noch.
es gibt viel vertrauen in das eigene urteil. das kann eine stärke sein, aber es kann auch zu einem blinden fleck werden.
kleos ist nicht einfach ein weiteres projekt. es ist der ort, an dem alles, was ich bisher gelernt habe, zusammenkommt.
nach mehreren projekten wurde das kriterium klar: baue sachen, die den menschen wichtig sind, die sie nutzen. nicht weil sie groß sein müssen, nicht weil es eine erfolgsgeschichte sein muss, sondern weil etwas, das wirklich nützlich für jemand anderen ist, gebaut zu werden verdient.
ich möchte, dass kleos die erste sache ist, auf die ich wirklich stolz sein kann. nicht laut. auf die stille art von etwas, das funktioniert und das jemand, irgendwo, wirklich nutzt.
derzeit in der oberstufe, auf dem weg zu mathematik und informatik. ich baue weiter, ich lerne weiter, ich versuche herauszufinden, wie weit das alles gehen kann.
ich will keine sachen bauen, nur um sagen zu können, ich habe sie gebaut. ich will einen punkt erreichen, an dem ich auf das, was ich gemacht habe, blicken und denken kann: das ist für jemanden nützlich.